Hardt Aktuell

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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) Jahresprogramm 2018


 
Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)
Jahresprogramm 2018
 
Grundsätzliches
 
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat das Jahresprogramm 2018 zum „Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)“ ausgeschrieben. Grundlage ist die Verwaltungsvorschrift zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum vom 09.07.2014, ergänzt am 19.04.2016 (www.mlr.baden-wuerttemberg.de, Stichwort „ELR“ und Gemeinsames Amtsblatt Nr. 5 vom 25.05.2016).
 
Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum hat das Land Baden-Württemberg ein umfassendes Förderangebot für die strukturelle Entwicklung ländlich geprägter Dörfer und Gemeinden geschaffen. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Beiträge zum Ressourcen- und Klimaschutz sind bei kommunalen Projekten Pflicht und führen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang                                                                    
 
Ziel der Programmausschreibung 2018 ist es, Impulse zur Nutzung innerörtlicher Flächen zu setzen.
Deshalb konzentriert sich die Förderung wieder sehr auf die Innenentwicklung und die Belebung der Ortskerne. Kommunen, die ihre Anstrengungen auf Innenentwicklung ausrichten, werden besonders unterstützt. Damit sollen die Ortskerne gestärkt und der Landschaftsverbrauch im Außenbereich gebremst werden.
 
Zuwendungsfähige Maßnahmen
 
Zuwendungsfähige Maßnahmen gibt es in den Förderschwerpunkten „Arbeiten“, „Wohnen“, „Grundversorgung“ und „Gemeinschaftseinrichtungen“.
 
Die Maßnahmen und Projekte sollen zu einer ganzheitlichen und nachhaltigen Strukturverbesserung führen und einen Beitrag zur Innenentwicklung und Stärkung der Ortskerne leisten. Im Sinne eines schonenden Umgangs mit den natürlichen Lebensgrundlagen führen Energieeinsparung, verbesserte Energieeffizienz, Verwendung erneuerbarer Energien oder die Anwendung ressourcenschonender Bauweisen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang.
 
Auch im Jahresprogramm 2018 wird die Hälfte der zur Verfügung  stehenden Fördermittel für den Schwerpunkt „Wohnen“ eingesetzt.
 
Förderschwerpunkt „Arbeiten“
 
Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern zum Erhalt der dezentralen Wirtschaftsstruktur sowie zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen im Ortskern, der Reaktivierung von Gewerbe- und Militärbrachen, einschließlich vorbereitender Maßnahmen wie Baureifmachung von Grundstücken und die dazu notwendige innere Erschließung von Gewerbegebieten.
 
Förderschwerpunkt „Wohnen“
 
Erhaltung und Stärkung der Ortskerne insbesondere durch Umnutzung vorhandener Bausubstanz, Maßnahmen zur Erreichung zeitgemäßer Wohnverhältnisse (umfassende Modernisierung), ortsbildgerechte Neubauten in Baulücken, Verbesserung des Wohnumfelds, Entflechtung unverträglicher Gemengelagen und Neuordnung mit Baureifmachung von Grundstücken.
 
Förderschwerpunkt „Grundversorgung“
 
Sicherung der wohnortnahen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen.
 
Förderschwerpunkt „Gemeinschaftseinrichtungen“
 
Schaffung und Anpassung von Gemeinbedarfseinrichtungen.
 
Antragstellung
 
Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm können ausschließlich von Städten und Gemeinden gestellt werden, wobei die angemeldeten Projekte in einer Projektliste zu priorisieren sind. Auf den Stufen des Auswahlverfahrens werden die Aufnahmeanträge im Sinne eines landesweiten Wettbewerbs in eine Rangfolge gebracht, die insbesondere die Ausgangslage der Gemeinde und die strukturelle Bedeutung der angemeldeten Projekte würdigt. Dabei ist auch eine zügige Umsetzung wichtig.
 
Die für die Antragstellung notwendigen Formulare können unter der Internetadresse https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx abgerufen werden.
 
Die Anträge auf Aufnahme in das Förderprogramm sind durch die Gemeinden bis zum 20. Oktober 2017 dem Landratsamt und dem Regierungspräsidium vorzulegen. Damit eine rechtzeitige Beratung von Antragstellern und eine Erörterung der Vorhaben mit der Bearbeitungsstelle beim Regierungspräsidium erfolgen können, müssen die Anträge vollständig bis spätestens 15. September 2017 bei der Gemeindeverwaltung vorliegen. Ansprechpartner im Rathaus ist Herr Bernhardt (Telefon 07422/9588-12 oder E-Mail harry.bernhardt@hardt-online.de). Er steht Ihnen bei Fragen zu den grundsätzlichen Fördermöglichkeiten und der Antragstellung zur Verfügung.
 
Gemeindeverwaltung