Hardt Aktuell

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Öffentliche Bekanntmachung der Jahresrechnung 2017 - Strom- und Wasserversorgung


 
Öffentliche Bekanntmachung der Jahresrechnung 2017
Strom- und Wasserversorgung
 
Der Jahresabschluss der Gemeindewerke, Strom- und Wasserversorgung wurde wie folgt festgestellt:
Bilanzsumme                                                                3.770.475,51 Euro
Davon entfallen auf der Aktivseite auf
            Das Anlagevermögen                                      3.025.687,02 Euro
            Das Umlaufvermögen                                        744.788,49 Euro
Davon entfallen auf der Passivseite auf
            Das Eigenkapital                                                 952.502,41 Euro
            Die empfangenen Ertragszuschüsse                  721.273,78 Euro
            Die Rückstellungen                                             163.849,65 Euro
            Die Verbindlichkeiten                                       1.932.849,67 Euro
Der Jahresgewinn beträgt                                                 43.330,89 Euro
Die Summe der Erträge betragen                                4.220.042,28 Euro
Die Summe der Aufwendungen betragen                    4.176.711,39 Euro
Der Gewinn in Höhe von 43.330,89 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.
 
Netz Stromversorgung, Vermögens-, Finanz- und Kapitalstruktur:
Das Anlagevermögen des Netzbetriebes hat sich im Jahr 2017 um rund 53.000 € reduziert, da die Neuinvestitionen deutlich unter den Abschreibungen lagen. Die Bilanzsumme beträgt 1.679.194 €. Im Anlagevermögen wurde für die Verkabelung des Neubauernwegs 15.442 € ausgegeben. Die neue Trafostation bei der Arthur-Bantle-Halle kostete 34.257 € incl. 20 KV Anbindung. Für Leerrohre (Glas) in der Mariazellerstr. fielen 11.764 €, im Moos 4.575 € an. Für die Verlegung von Hausanschlüssen wurden 11.241 € ausgegeben. Für die Beschaffung von Stromzählern wurden 4.498 ausgegeben. Auf der Passivseite konnten 62.158 € an Beiträgen für Leistungserhöhung eingenommen werden. Das Rückstellungsvolumen hat sich um rund 54.000 € auf neu 144.054 € reduziert.
Ertragslage - Erfolgsübersicht:
Mit einer Netzabnahme von 22,5 Mio kWh war das Verteilnetz mit rund 1 Mio kWh höher ausgelastet als in den Vorjahren. Es wurden 1.054.851 € an Netzentgelt incl. Umlagen eingenommen. Die passivierten Baukostenzuschüsse werden mit 30.359 € erfolgswirksam aufgelöst. Die an PV-Anlagenbetreiber vergüteten 850.098 € werden nach Abzug der vermiedenen Netznutzung in Höhe von 12.577 € von der Transnet BW mit 837.521 € erstattet.   Die Auflösung von Rückstellungen aus der Periodenübergreifenden Saldierung der Vorjahre erbringt Einnahmen in Höhe von 63.660 €. Mit 445.911 € liegen die Netzkosten für das vorgelagerte Netz der Energiedienst rund 19.000 € über dem Planansatz. Für Verlustenergie mussten 16.565 € aufgewendet werden. Die Fremdleistungen Bauhof fallen mit 6.757 € deutlich geringer aus als mit 20.000 € geplant. Bei den Rechtsberatungskosten wurden 15.421 € bei einem Planansatz von 4.000 € ausgegeben. Die Verzinsung des Gemeindedarlehens verursachte einen Zinsaufwand in Höhe von 42.615 €. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf insgesamt 1.996.610,47 €, bei Aufwendungen in Höhe von 1.951.799,80 € ergibt sich ein Gewinn im Netz in Höhe von 44.810,67 €. Geplant war ursprünglich ein Gewinn mit 74.300 €, die Reduzierung um rund 30.000 € ist auf höhere Beratungskosten mit 11.000 €, höher Verlustenergie mit 4.000 €, höhere Zinsen mit 8.000 € und Abweichungen im Netzentgelt zurückzuführen.
 
 
Vertrieb Stromversorgung, Vermögens-, Finanz- und Kapitalstruktur:
Die Bilanzsumme hat in 2017 durch den Anstieg bei Forderungen (insbesondere EEG Abrechnung mit der Transnet) sowie den Verbindlichkeiten um 57.000 Euro auf insgesamt 348.984 € zugenommen. Das Rückstellungsvolumen beläuft sich auf 11.795 €.
Ertragslage - Erfolgsübersicht:
Gegenüber dem Planansatz mit 16,5 Mio kWh wurden im Vertrieb mit 17,05 Mio kWh rund 550.000 kWh mehr an Endkunden verkauft als geplant. Die Umsatzerlöse in Höhe von 1.864.057 € liegen rd. 71.000 € über dem Planansatz. Die Beschaffungskosten im Strombezug (597.967 €) sind im Vergleich zum Plan aufgrund der Mengensteigerung um rund 16.000 € angestiegen. Durch die Umbuchung der Verlustenergie fließen dem Vertrieb rund 4.000 € mehr zu als geplant. Die Steuerlast liegt bei 9.884 €. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 1.867.757,93 €, bei Aufwendungen in Höhe von 1.822.844,75 € ergibt sich ein Gewinn im Vertrieb in Höhe von 44.913,18 €. Geplant war hier ein Gewinn in Höhe von 15.000 €, die Erhöhung um rund 33.000 € ist auf höhere Verkaufsmengen (incl. Verlustenergie), Rückstellungsauflösungen sowie Einsparungen bei Abschreibungen zurückzuführen.
 
Wasserversorgung, Vermögens-, Finanz- und Kapitalstruktur:
Wie auch in den Vorjahren investierte die Gemeinde rund 110.000 € mehr, als durch Abschreibungen (114.000 €) dem Aktivvermögen abging. Die eingeplanten Mittel für das Gewerbegebiet II-Nord (145.000 €) und die Mittel für die Erneuerung der Steuerung (370.000 €) wurden wegen Verschiebung der Maßnahmen in die Folgejahre, nicht beansprucht. Aus diesem Grund wurde auch die Kreditaufnahme (700.000 €) nicht realisiert. Für die Erneuerung der Hochbehälter-Auskleidung wurden 168.397 € (bei einem Planansatz von 330.000 €) ausgegeben, die Maßnahme ist zum Jahresabschluss 2017 noch nicht abgerechnet, die Restkosten werden 2018 anfallen. Für Einbruchsicherungen an Fenster/Türen im Hochbehälter und in den beiden Pumpwerken wurden 21.119 € planmäßig investiert. Für die Herstellung von Hausanschlüssen wurden 26.034 € investiert. Die Kompressoren im PW Hugswald und im Hochbehälter mussten für insgesamt 5.335 € außerplanmäßig ersetzt werden. Die Tilgung eines Darlehens erforderte Ausgaben in Höhe von 20.000 €. Auf der Einnahmenseite wurden als Kostenersatz für Hausanschüsse 8.055 € vereinnahmt. Wasserversorgungsbeiträge wurden in Höhe von 21.567 € eingenommen.
Ertragslage - Erfolgsübersicht:
Im Jahr 2017 wurden 120.348 m³ Wasser verkauft. Die Umsatzerlöse in Höhe von 340.675 € haben den Planansatz um rund 10.000 € überschritten. 10.663 € mussten an Wasserentnahmegelt gezahlt werden. Der Wasserverlust im Leitungsnetz ist mit 11.301m³ im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen. Die Auflösung von Investitions- und Ertragszuschüssen liegt mit insgesamt 33.629 € etwas über dem Planansatz. Der Planansatz für Fremdleistungen Gemeindebauhof inkl. Bereitschaftsvergütung wurde im Unterhaltungsbereich mit 93.083 € deutlich überschritten. Der Anstieg der Abschreibungen fällt mit 114.220 € wegen fehlender Umsetzung der Neuinvestitionen nicht so hoch aus, wie ursprünglich geplant            (137.000 €). Die um rund 9.000 € erhöhte Konzessionsabgabe mit 40.153 € resultiert aus einer Nachholung der KA aus dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf insgesamt            379.115,76 €, bei Aufwendungen in Höhe von 425.508,72 € ergibt sich ein Verlust bei der Wasserversorgung in Höhe von 46.392,96 €.  Bei Planstellung hatte man einen Verlust in Höhe von 38.300,00 € erwartet. Durch die Nachholung der Konzessionsabgabe aus Vorjahren sowie die höheren Bauhofkosten in der Unterhaltung stellt sich der Verlust höher dar. Selbst der höhere Wasserverkauf und die geringeren Abschreibungen können diese Mehrausgaben nicht voll ausgleichen.
Eigenkapital:
Der Eigenbetrieb verfügt über ein Stammkapital in Höhe von 500.000 €, sowie eine Rücklage von 195.000 €. Der Gewinnvortrag aus Vorjahren beträgt 214.171 €, hinzu kommt der im Jahr 2017 entstandene Gewinn in Höhe von 43.331 €. Geplant war hier ein Gewinn in Höhe von 51.000 €.
Darlehen:
Der Stand der Fremddarlehen zum Jahresende 2017 beläuft sich auf 160.000 €. Die Zinsausgaben für Fremddarlehen belaufen sich auf insgesamt 1.345 €. Daneben gewährt die Gemeinde dem Eigenbetrieb verzinsliche innere Darlehen in Höhe von 1.699.166 € Der Zins in Höhe von 84.958 € wird an die Gemeinde abgeführt.
 
Hardt, den 02.08.2018                                                             gez. Halder, Bürgermeister