Unterstützung bei der Organisation eines Impftermins für dei COVID-19 Schutzimpfung


Unterstützung bei der Organisation eines Impftermins
für die COVID-19 Schutzimpfung
 
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, 
 
eine wesentliche Säule zur Bekämpfung der Pandemie stellt die Schutzimpfung gegen COVID-19 dar. In der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes wurde die Priorisierung anhand von drei Gruppen vorgenommen:
 
1. Gruppe: Personengruppen mit höchster Priorität
 
·           Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben;
·           Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind;
·           Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen und pflegen;
·           Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositions-risiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind;
·           Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen und pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.
 
2. Gruppe: Personen mit hoher Priorität
 
·           Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben;
·           Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht: Personen mit Trisomie 21, Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung, Personen nach Organtransplantation;
·           eine enge Kontaktperson von pflegebedürftigen oder von schwangeren Personen;
·           Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen;
·           Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind;
·           Polizei- und Ordnungskräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung öffentlicher Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind;
·           Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind;
·           Personen, die in Einrichtungen nach § 36 Absatz 1 Nummer 3 oder 4 des Infektionsschutz-gesetzes untergebracht oder tätig sind.
 
3. Gruppe: Personen mit erhöhter Priorität
 
·           Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben;
·           Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
·           Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30);
·           Personen mit chronischer Nierenerkrankung;
·           Personen mit chronischer Lebererkrankung;
·           Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion;
·           Personen mit Diabetes mellitus, Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertension;
·           Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen oder Apoplex;
·           Personen mit Krebserkrankungen;
·           Personen mit COPD oder Asthma bronchiale;
·           Personen mit Autoimmunerkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen;
·           Personen, die in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen tätig sind, insbesondere in den Verfassungsorganen;
·           In den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich Technisches Hilfswerk und in der Justiz;
·           Personen, die in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharma-wirtschaft, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen;
·           Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere in Laboren, und Personal, welches keine Patientinnen oder Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten betreut;
·           Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind;
·           Personen, die als Erzieher oder Lehrer tätig sind;
·           Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen.
 
Derzeit wird die 1. Gruppe geimpft. Am Freitag, den 22.01.2021 soll das Kreisimpfzentrum in der Rottweiler Stadthalle in Betrieb gehen. Anmeldungen sind ab dem 19.01.2021 möglich und zwar entweder telefonisch über die landesweite Hotline 116117 oder über www.impfterminservice.de.
 
 
Die Erfahrungen aus den anderen Bundesländern haben gezeigt, dass es für Seniorinnen und Senioren oftmals zermürbend sein kann, lange Zeit in einer telefonischen Warteschleife zu verbringen. Auch besitzt gerade diese Altersgruppe nicht immer einen Computer, um einen Impftermin online zu vereinbaren. Um gerade auch dieser Personengruppe eine Schutzimpfung zu ermöglichen, will die Gemeinde Hardt allen Seniorinnen und Senioren über 80 eine Hilfestellung bei der Organisation eines Impftermins und bei Bedarf einen Fahrservice ins Kreisimpfzentrum Rottweil anbieten.
Sollten Sie sich bei diesem Angebot ehrenamtlich engagieren wollen, so können Sie sich gerne bei Marion Rapp, Telefon 07422/9588-17 oder per Mail: marion.rapp@hardt-online.de melden.
 
Sollten Sie über 80 Jahre alt sein und das freiwillige Impfangebot in Anspruch nehmen möchten, so können Sie gerne ab kommenden Dienstag, den 19. Januar 2021, täglich (außer Samstag und Sonntag) zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr unter der Telefon-nummer 07422/9588-16 anrufen.
Sollte sich herausstellen, dass das Zeitfenster für die Bearbeitung der Fragen nicht ausreicht, so wird dieses verlängert.
 
Bitte beachten Sie, dass die Inanspruchnahme dieser Dienstleistung mit keiner bevorzugten Vergabe eines Impftermins verbunden ist und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer auch keine medizinischen Auskünfte geben können und dürfen.
 
Selbstverständlich steht es Ihnen frei, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. Es besteht keine Impfpflicht. Die Antworten zu den wichtigsten Fragen in Bezug auf die Schutzimpfung gegen                COVID-19 hat das Land Baden-Württemberg zusammengestellt.
Diese sind entweder online unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/impfen/ zu finden oder können auch telefonisch unter der oben genannten Nummer gestellt werden.
 
Wir hoffen, dass wir mit diesem Angebot gemeinsam dazu beitragen können, die Pandemie zu bekämpfen.
 
Bleiben Sie gesund!
 
Michael Moosmann
Bürgermeister