Energie & Wirtschaft

Gewerbegebiet II Nord

Informationen zum Gewerbegebiet II Nord

Allgemeines

Der Gemeinde Hardt stehen derzeit nahezu keine gewerblichen Entwicklungsflächen mehr zur Verfügung. Restflächen im bestehenden Gewerbegebiet sollen für die Standortsicherung der dort ansässigen Betriebe vorgehalten werden. Eine Erweiterung dieses Gebietes ist aus Gründen des Trinkwasserschutzes nicht möglich. Deshalb möchte die Gemeinde einen neuen Standort für gewerbliche Entwicklung ausweisen.

Das Plangebiet liegt am nordöstlichen Siedlungsrand der Gemeinde Hardt und umfasst eine Gesamtfläche von ca. 8,2 ha. Nach Abzug der Verkehrs- und öffentlichen Grünflächen verbleiben noch ca. 5,1 ha als Baufläche. Mit der Ausweisung des Gewerbegebietes sollen neben der Neuansiedlung hauptsächlich auch Flächenangebote für bestehende Betriebe in Hardt als Chance für Betriebserweiterungen und –verlagerungen am Standort Hardt gegeben sein. Im Rahmen einer Alternativenprüfung wurden sechs mögliche Standorte auf der Gemarkung untersucht und vorwiegend nach landschaftsplanerischen Gesichtspunkten beurteilt. Das Ergebnis stützt sich auf eine ausreichende Flächenverfügbarkeit sowie auf städtebauliche Gründe.

Bauleitplanung

Mit der Bauleitplanung befasst sich die Gemeinde seit fast zehn Jahren. Der Flächennutzungsplan für diesen Bereich ist bereits rechtskräftig; für den Bebauungsplan besteht bereits ein Satzungsbeschluss. Im Rahmen der Bauleitplanungen wurden einige umfangreiche Untersuchungen durchgeführt und mehrere Gutachten zu folgenden Themen erstellt: Lärm, Verkehr, Baugrund und Artenschutz.

Zum Bebauungsplan GE II - Nord

Bebauungsplan-Entwurf Gewerbegebiet 2 Nord

Städtebauliche Planungen

GEII Nord städteb. Entwurf

Das Konzept beinhaltet eine sparsame Erschließung, womit ein möglichst geringer Eingriff in das Schutzgut Boden angestrebt wird. Die Erschließungsstraße zweigt zunächst von
der Sulgener Straße (K 5531) ab, wo noch eine Linksabbiegespur angelegt werden soll, und verläuft mittig als Stichstraße mit Wendemöglichkeit im Plangebiet. Außer den Baufeldern befinden sich im Gebiet auch öffentliche Grünflächen mit Retentionsmulden, um unbelastetes Niederschlagswasser abzuleiten und versickern bzw. verdunsten zu lassen. Im Norden und Osten des Gebietes wird die Ausbildung eines naturnahen Waldrandes, der einen Beitrag zur Vermeidung von Windwurf leistet, angestrebt. Die Erschließungsstraße wird in Form einer Allee begrünt, was zu einer Gliederung und Durchgrünung des Gebietes beiträgt. Als Abgrenzung zur bestehenden Bebauung westlich des Plangebietes ist ein Erdwall mit Randeingrünungen geplant und zur ökologischen Aufwertung eine Dachbegrünung der Neubauten. Insgesamt wird mit dem Konzept die Absicht verfolgt, ein ökologisch hochwertiges Gewerbegebiet zu entwickeln und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel umzusetzen.

Art der baulichen Nutzung

Es erfolgt die Festsetzung als Gewerbegebiet nach § 8 BauNVO. Aufgrund der dezentralen siedlungsstrukturellen und verkehrlichen Lage sowie zur Vermeidung einer Funktionsstörung in Bezug auf Einzelhandelsbetriebe in der zentralen Siedlungsstruktur der Gemeinde werden Einzelhandelsbetriebe aller Art im Plangebiet grundsätzlich ausgeschlossen. Zur Sicherung der Entwicklungsflächen für örtliche Gewerbeansiedlungen sowie aufgrund des angestrebten Gebietscharakters und damit zur Sicherung der angestrebten Gebietsqualität wird sowohl die Ansiedlung von Tankstellen mit zugehörigem Tankshop als auch von Vergnügungsstätten ausgeschlossen. Außerdem sind Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen sowie für Betriebsinhaber und Betriebsleiter unzulässig.

Umweltbericht

Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde auch ein Umweltbericht mit integrierter Grünordnungsplanung und Eingriffs-/Ausgleichsbilanz erstellt. Neben den bereits erwähnten Maßnahmen innerhalb des Plangebietes wie Rückhaltung des anfallenden Niederschlagwassers, Dachbegrünungen, Eingrünungsmaßnahmen und Aufbau eines naturnahen Waldrandes ist auch eine Maßnahme außerhalb des Plangebietes vorgesehen. Hierzu wird ein Waldgebiet auf einer Fläche von 3,4 ha wiedervernässt und aus der forstwirtschaftlich orientierten Nutzung genommen. Nach Durchführung der planinternen und –externen Kompensationsmaßnahmen ergibt sich eine geringfügig rechnerische Überkompensation. Die durch das Vorhaben entstandenen Eingriffe können daher im rechtlichen Sinne als ausgeglichen betrachtet werden.

Ausblick

Sobald der Bebauungsplan Rechtskraft erlangt hat, sollen die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben und werden, damit ein Baubeginn zeitnah erfolgen kann. Interessenten für ein Baugrundstück innerhalb des Plangebietes können sich mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung setzen.

Ihr Ansprechpartner

Herr
Herbert Halder
Bürgermeister
Telefon:
07422 9588-14
Fax:
07422 958830