Spuren der Vergangenheit
Bis 1840, als Hardt den Status einer selbständigen politischen Gemeinde erhielt, gehörte die heutige Markung Hardt zur Gemeinde Mariazell. Zur damaligen Zeit zählte Hardt rund 495 Einwohner. Die Bürgermeister der jungen Gemeinde sahen ihre erste große Aufgabe in dem Bau eines Rat- und Schulhauses. Bis zum 2. Weltkrieg war Hardt im Wesentlichen eine bäuerliche Gemeinde, die sich im Lauf der Jahrzehnte zu einer Arbeiterwohngemeinde entwickelte.
Seit 1938 gehört Hardt zum Landkreis Rottweil und liegt im Südwesten dieses Kreises, welcher zum Regierungspräsidium Freiburg zählt. Die Hardter Markung umfasst 1.061 ha und liegt auf einer nach Osten und Südosten geneigten, freien Hochfläche am Ostrand des mittleren Schwarzwaldes. Daher auch die geläufige Bezeichnung „auf dem Hardt“.
Prachtvolle Wälder und abwechslungsreiche Täler umgeben die seit 1976 als Erholungsort prädikatisierte Gemeinde, deren Ortsmitte 780m über dem Meeresspiegel liegt.
Seit 1840 ist die Gemeinde Hardt stetig gewachsen und hat derzeit ca. 2.660 Einwohner. Um die Kirche und das Rathaus hat sich ein dichter Ortskern gebildet. Die katholische Kirchengemeinde feierte im Jahr 1971 Richtfest für das Gemeindezentrum und der Kindergarten-Erweiterungsbau wurde 1972 eingeweiht. Um die Bedürfnisse von Familien und Kindern noch besser zu erfüllen, erfolgte 2024 der Spatenstich für den Neubau der Kindertagesstätte St. Elisabeth. Nach sorgfältiger Planung und Bauzeit konnte die Einrichtung schließlich im Januar 2026 bezogen werden.
1973 hatte die Einwohnerzahl die 2000er-Marke erstmals mit 2037 Einwohnern überschritten. Am 10. Mai 1975 wurde die Turn- und Festhalle (Arthur-Bantle-Halle) feierlich eingeweiht. 2019 erfolgte eine umfassende Sanierung und Erweiterung der Halle, damit diese den modernen Anforderungen gerecht wird.
Im Jahr 1975 fand auch die Verwaltungsreform statt, jedoch konnte die Gemeinde Hardt ihre Eigenständigkeit erhalten, trotz Eingemeindungsbestrebungen der Stadt Schramberg. In den Jahren 1983/84 wurde der Sportplatz an der Nordseite der Arthur-Bantle-Halle gebaut. Im Frühjahr 1989 waren die Sanierungsarbeiten am Rathaus abgeschlossen, ein Jahr später am Feuerwehrhaus. Da die Schülerzahlen auch stetig angestiegen sind, wurden Mitte der 90er Jahre weitere Räume für die Grundschule durch einen An- und Umbau geschaffen. Die durchgeführte Umgestaltung der Ortsmitte (1. Abschnitt 1994/95 und 2. Abschnitt 2007) brachte eine Verschönerung des Ortskerns mit Verbesserung der Parksituation und der Fußgängerbereiche.
Die Gemeinde konnte an der Sulgener Straße das Betriebsgebäude der ehemaligen Fa. Staiger erwerben und baute dort eine kleine Sporthalle (Werner-Staiger-Halle). Mit der Fertigstellung des Bürger- und Vereinshauses konnten den Vereinen und der Bevölkerung weitere attraktive Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Für Sport und Kultur sind damit beste räumliche Voraussetzungen für die Zukunft der Gemeinde geschaffen, welche die Vereine dann mit Leben füllen können.
Anfang der 80er Jahre begann die Gemeinde Hardt mit der Erschließung eines Gewerbegebietes am südöstlichen Ortsrand. Inzwischen ist das Gebiet fast 13 ha groß und mehrere Firmen haben sich dort angesiedelt. So konnte ein attraktiver Arbeitsmarkt geschaffen werden. Die Gemeinde hat nach dem Wegfall der verfügbaren Flächen in den genehmigten gewerblichen Entwicklungszonen zwischen der Weiler- und der Mariazeller Straße proaktiv weitere Flächen geschaffen, um die gewerbliche Weiterentwicklung nachhaltig zu sichern. Im Bereich „Katzenmoos“ stehen nun attraktive Flächen für Betriebe, Standortentwicklungen und zukünftige Nutzungen zur Verfügung.

